Wühlmäuse im Staudengarten


Mein endloser Kampf gegen die Wühlmaus …

Nach Wühlmäusen gefragt, antwortete einst Karl Foerster: „wir ärgern uns“ ….. Wühlmäuse sind eine Plage, daran hat sich seit Foersters Zeiten nichts geändert. Sie fressen die Wurzeln und Knollen vieler beliebter Pflanzen und können so ganze Beete zerstören. Besonders im Winter und Frühling, wenn die Nahrung knapp ist, machen sie sich über die Stauden her. Aber auch trockene und heiße Sommer können das Problem verschlimmern, da die Mäuse nach Feuchtigkeit suchen.

Wühlmäuse erkennen

Wühlmäuse sind etwa 15 bis 22 cm lang, einschließlich Schwanz. Sie haben ein sandfarbenes bis schwarzes Fell, braune Augen und lange, scharfe Zähne. Wühlmäuse haben kurze Beine und breite Füße mit Krallen, die zum Graben geeignet sind. Sie haben keine äußeren Ohren und einen stumpfen Kopf. Die Tiere hinterlassen typische Spuren in Form von Erdhügeln, Gängen und Fraßschäden. Die Erdhügel sind meist flach und haben einen seitlichen Eingang. Die Gänge verlaufen knapp unter der Erdoberfläche und sind oft anhand von aufgeworfenen Rillen zu erkennen

Wühlmausgang
Wühlmausgang

Mein Staudengarten wird seit Monaten von Wühlmäusen heimgesucht. Besonders betroffen sind bei mir die Arten Hosta, Miscanthus, Hemerocallis, Sedum, Hylotelephium und Phlox. Diese Pflanzen haben anscheinend eine besondere Anziehungskraft auf die Nager. Weniger beliebt bei Wühlmäusen sind wohl Paeonien. Geranium-Arten werden zwar angefressen, aber meist bleiben noch genug Knospen übrig.

Wühlmäuse bekämpfen

Bislang habe ich viele Mittel gegen die Wühlmäuse ausprobiert, aber meist erfolglos. Weder Gift noch Stinkbomben haben die Mäuse vertrieben. Geringe temporäre Erfolge zeigten sich bei stark riechenden Flüssigkeiten, wie Melissenöl und Petroleum. Letzteres stört aber auch mich, außerdem ist es nicht gerade umweltfreundlich.

Hosta mit Frasschaden
Der Rest einer Hosta mit ca. 1m Durchmesser….aber besser wie nichts, mit etwas Glück hat sie in ein paar Jahren ihre Größe zurück

Im letzten Winter wurde meine umfangreiche Hosta-Sammlung fast völlig aufgefressen. Das war ein herber Verlust für mich, denn ich liebe diese Schattenpflanzen mit ihren schönen Blättern und Blüten. Jetzt versuche ich mit Körben aus Draht zu retten, was noch zu retten ist.

Die Körbe aus Gitterdraht falte ich selbst in verschiedenen Größen, je nach Staude. Unten habe ich eine Schicht Ziegelbruch eingefüllt, um die Mäuse von unten abzuhalten. Dann fülle ich strukturreiches Substrat ein, verbessert mit Bentonit, Gesteinsmehl und Hornmehl, um die Wurzelbildung anzuregen. So werden die Reste der Stauden einzeln wieder an ihren Platz gesetzt.

Jetzt gilt es zu hoffen, dass es funktioniert. Ich werde euch auf dem Laufenden halten, wie sich mein Staudengarten entwickelt.